
Jaleh Perego
Die Geigerin Jaleh Perego reiht sich in die lange Tradition der schöpferisch tätigen Instrumentalisten ein. Sie widmet sich bevorzugt den Klassikern der Violinliteratur und bereichert ihr Repertoire durch Bearbeitungen aus eigener Feder.
Besonderes Augenmerk legt sie auf Kammermusikpraxis und Musikvermittlung. Ihre vielseitige musische Ausbildung stellt sie in den Dienst ihres Strebens nach dem Wahren, Schönen und Guten.
«Ihre Interpretationen sind Ereignis, Ergebnis einer emotionalen und geistigen Durchleuchtung eines Werkes.»
– Julius Berger
«Eine außergewöhnliche Violinistin und Musikerin mit sehr schönem persönlichem Ton, großer Ausstrahlungskraft
und Reife der Darstellung.»
– Ulf Hoelscher
«Besonders schätze ich ihre Leidenschaft für die Technik des Violinspiels und ihre didaktische Fähigkeiten.»
– Michael Frischenschlager
Vita

Jaleh Johanna Perego wurde 1983 im französischen Rennes geboren und verbrachte ihre Lehrjahre in Wien. Sie erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von fünf Jahren und sammelte eine reiche Bühnenerfahrung von Kindesbeinen an. Abraham Quivoij, Nikolai Tzygankov, Robert Papavrami, Miguel Candela, Igor Volochine und Yehudi Menuhin zählen zu den Pädagogen, die ihre frühe musikalische Entwicklung nachhaltig prägten.
Im Jahr 2001 wurde sie in die Klasse des 1. Konzertmeisters der Wiener Symphoniker, Prof. Florian Zwiauer, am Wiener Konservatorium aufgenommen. Nach zwei Jahren wechselte sie zu Prof. Michael Frischenschlagers Violinklasse an der Universität für Musik Wien. Parallel besuchte sie die Kompositionsklasse von Prof. Ivàn Eröd und bestand im Jahre 2004 ihre Diplomprüfung mit Auszeichnung. Darauf zog sie nach Deutschland, um ihre geigerische Ausbildung bei Prof. Nachum Erlich an der Musikhochschule Karlsruhe fortzusetzen. Sie legte das Solistenexamen im Jahr 2014 summa cum laude ab.
Im Laufe der Jahre hat Jaleh Perego mit zahlreichen namhaften Künstlern zusammengearbeitet, darunter Ivry Gitlis, Wolfgang Meyer, Hartmut Höll, Arto Satukangas, Christiane Libor, Stephan Klemm, Laurent Albrecht Breuninger und Bernard Lörcher, um nur einige zu nennen.
Sie bearbeitet bevorzugt wuchtige, klanglich vielschichtige Meisterwerke für Kammerbesetzungen wie Richard Wagners Meistersinger-Ouvertüre und wird dabei von ihrer Leidenschaft für polyphonische Strukturen und einen opulenten Streicherklang geleitet.
Ihre Debüt-CD Reminiscence, die sie neulich mit der Pianistin Sara Pavlovic einspielte, wurde 2025 für den Opus Klassik nominiert.

Jaleh Perego wirkt gegenwärtig als Konzertgeigerin und kann auf eine zehnjährige Lehrerfahrung zurückblicken.
Als Mitglied der European String Teachers Association engagiert sie sich verstärkt für die Förderung junger Musiker durch zeitgemäße pädagogische Konzepte. Darüber hinaus arbeitet sie mit der Geigerin und Musikpädagogin Christina Duncan an die schriftliche und multimediale Vermittlung von Prof. Frischenschlagers Technik-Schule an Schüler unterschiedlicher Stufen.
Von ihrem Mentor Nachum Erlich übernahm sie das menschengewandte Ethos: Wie Michelangelo bei seiner Vision des Davids im Angesicht des unbehauenen Marmorblocks, soll der Lehrer in jedem Schüler die vollendete Künstlerpersönlichkeit erfassen und sie in Zusammenarbeit mit dem Lernenden schrittweise freilegen.

Ihr langjähriges Engagement bei der Stiftung Yehudi Menuhin Live Music Now e.V. und ihre rege Mitwirkung bei der Richard-Wagner-Stipendienstiftung zeugen von ihren aktiven Bestrebungen, junge Talente zu unterstützen und die Schätze der klassischen Musik auf ansprechender Art den kommenden Generationen zu vermitteln.
